Jubilee South ist ein Netzwerk asiatischer, afrikanischer und lateinamerikanischer Gruppen.
Als afrikanische Bewegungen der Schulden-Kampagne wiederholen wir unsere seit langem bekannten Forderungen:
- Bedingungslose Streichung der Schulden aller Staaten Afrikas und aller Entwicklungsländer. In jüngster Zeit hat die Kommission der Afrikanischen Union sich den afrikanischen Organisationen der Zivilgesellschaft angeschlossen, die die Streichung der Schulden fordern. Das bedeutet, dass es in dieser Frage einen allgemeinen Konsens in Afrika gibt. Alle stimmen darin überein, dass die Streichung der Schulden eine Frage von Gerechtigkeit und Fairness und nicht von Mildtätigkeit ist.
- Wir verlangen den Stopp aller Programme des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank (...) und die Wiedergutmachung für die durch die Strukturanpassungsprogramme angerichteten Schäden. (...)
- Wir verlangen die Rückführung des gesamten dem afrikanischen Volk gestohlenen und in den westlichen Ländern gehorteten Reichtums. Wenn es die westlichen Regierungen mit dem Kampf gegen Korruption wirklich ernst meinen, dann ist das der Test. Die Rückführung dieser Reichtümer an den rechtmäßigen Besitzer – das afrikanische Volk – würde den potentiellen Plünderern das richtige Signal senden und Afrika bei seiner Erholung helfen.
- Wir fordern die afrikanischen Führer und Politiker auf, die zerstörerische neoliberale Politik aufzugeben und nach Wegen einer Entwicklungspolitik zu suchen, die den Menschen ins Zentrum stellt. Gelingt ihnen dies nicht, ist eine neue Welle von IWF-Rebelionen und Entfremdung der Bevölkerung von den afrikanischen Eliten unvermeidlich.
- Wir glauben mit ganzem Herzen, dass Afrika sein souveränes Recht zurückverlangen muß, über seine Prioritäten und seinen Entwicklungspfad selbst zu entscheiden.
Quelle: Junge Welt


