68 und kein Ende. In der TAZ wurde im Frühjahr 2005 anlässlich der Veröffentlichung eines "schlimmen Buches des Reemtsma-Instituts, das Rudi Dutschke in die Nähe der RAF rückte" (Klaus Meschkat) eine Essay-Reihe über den "langen Marsch durch die Deutungen einer Revolte" gestartet. Klaus Meschkat (Attac) nahm daran teil, indem er sich gegen die Anfeindungen des Buches gegen Dutschke verwahrte; Christoph Bautz (Attac) erklärte einen großen Teil von Dutschkes Theorie und Praxis für antiquiert und verstaubt. Um ein Gespräch zwischen den Generationen und rebellischen Protagonisten damals und heute in Gang zu bringen, haben wir Klaus Meschkat gebeten, auf diese Einschätzung zu antworten.
Christoph Bautz, Jahrgang 1973, widmete sich in den letzten Jahren dem Aufbau von Attac Deutschland und der Bewegungsstiftung. Im vergangenen Jahr gründete er die Online-Kampagnen-Organisation www.campact.de, als deren Pressesprecher er arbeitet.
Klaus Meschkat, Jahrgang 1935, Mitglied des wissenschaftlichen Beirats von Attac, 1975-2001 Professor für Soziologie an der Uni Hannover. 1958 VDS-Vorsitzender (Verband deutscher Studentenschaften), seit 1954 Mitglied im SDS (Sozialistischer deutscher Studentenbund), 1967/68 Vorsitzender des Republikanischen Clubs in Westberlin, einem der Think-Tanks der 68er Rebellion. Verfasser zahlreicher Analysen zu sozialen Bewegungen in Lateinamerika und zur Geschichte der kommunistischen Weltbewegung.
zu Überholter Zündstoff von Christoph Bautz
zu Die Aufgabe ist noch nicht erledigt, eine Gesellschaft der Freien und Gleichen zu erstreiten! von Klaus Meschkat (offener Brief an einen jüngeren Mitstreiter)